Grizzly Grizzlybär

auch Graubär, Nordamerika, Unterart des Braunbären

Der Name leitet sich aus seiner Fellfarbe ab, „gräulich“. Meist sind die Enden (Spitzen) des oberen Fallhaares gräulich oder blass. Besonders in den Rocky Mountains finden sich die gräulichen Haarspitzen bei den Bären, an der Rücken- und Schulterpartie.

Aber auch blonde, rotblonde, braune oder fast schwarze Felle zeichnen den Grizzly aus. Die Tiere wechseln zwischen Winter- und Sommerfell.

Von Norden nach Süden werden die Bären kleiner. Im Norden sind sie mit 680 kg und bis zu 2,50 m Kopf-Rumpf-Länge (incl. Schwanzspitze) deutlich größer als im Süden mit 80 bis 200 kg und max. 1,50m Länge. Der Grizzly erreicht eine Schulterhöhe bis zu 1,50 m.

Der Sohlengänger hat einen kräftigen Körperbau mit einem ausgeprägten Buckel im Nacken und nicht einziehbare Krallen. Er kann bis zu 30 Jahre alt werden.

Sein Lebensraum ist das westliche und mittlere Nordamerika. Sein Bestand ging drastisch zurück, als die Indianer das von den Spaniern mitgebrachte Pferd zur Jagd einsetzten und später als größere Zahlen europäischer Einwanderer das Land bejagten. Heute leben etwa 50.000 Tiere in Nordamerika.

Grizzlybären sind Einzelgänger. Sie sind tag- und nachtaktiv, verschlafen gern die heisseren Tageszeiten und jagen am liebsten in der Dämmerung. Dabei können sie eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h erreichen!

Sie sind Allesfresser. Neben Beeren, Wurzeln und Pilzen fangen sie Lachse und jagen Rotwild. Die Bären halten eine Winterruhe, meist in Höhlen oder großen Erdgruben, unter stark verschneiten Hügeln. Ein echter Winterschlaf ist dies jedoch nicht.

Pfanzliche Nahrung: Gräser, Kräuter, Schösslinge, Blüten, Wurzeln, Knollen, Nüsse und Pilze (vollreife und leicht verdauliche Pflanzenteile)

Fleischliche Nahrung:

  • Insekten und deren Larven (Fett- und Proteinquelle): Grillen, Heuschrecken, Schnecken, Ameisen, Eulenfalter
  • Vögel und deren Eier
  • Nagetiere: Hörnchen, Lemminge, Taschenratten, Wühlmäuse
  • Großsäuger wie Elche, Rentiere, Wapitis, Bisons, Weißwedelhirsche, Gabelböcke 
  • Weidetiere wie Schafe, Ziegen, Rinder
  • Lachse während ihrer Laichwanderung flussaufwärts

Die Grizzlybären werfen ungefähr alle zwei Jahre zwischen ein und vier Jungtieren, meistens zwei.

Bei den Indianern spielt der Bär in der Mythologie eine Große Rolle, er wird als Totemtier verehrt.

Ein Biss oder Tatzenhieb kann einen Menschen schwer verletzen oder töten. Wenn man sich geräuschvoll fortbewegt, entfernt er sich in der Regel jedoch.

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