Der Schwarze Hund – Black Dog

… ist ein geisterhaftes Wesen aus dem britischen Volksglauben.

Sein Auftauchen ist ein Zeichen des Todes. Er ist wesentlich größer als der normale „Haushund“ und hat unheimlich leuchtende Augen. Er wird mit Kreuzungen, Hinrichtungsstätten und alten Pfaden in Verbindung gebracht. In küstennahen Gemeinden steigt er nachts aus dem Wasser und wandert auf einsamen Straßen umher. Fressen Totes und Verwesendes. Sie sind Unheil bringend, Übel wollend, Todesomen, mit dem Teufel verbunden

Black Shuck:

  • in Norfolk, Essex, Suffolk
  • ist ein haariger Dämon, dessen Größe zwischen Hund und Pferd schwankt
  • stammt noch aus Erzählungen der Wikinger
  • der Schicksalshund erschreckt seine Opfer zu Tode
  • bevorzugt Grabstätten, Seitenstraßen, Kreuzungen und dunkle Wälder
  • „Der Hund von Baskerville“ (Arthur Conan Doyle, Sherlock Holmes)
  • suchte 1577 zwei Kirchen heim und tötete Menschen im Gebet

Cŵn Annwn:

  • sie waren die Hunde Annwns, des Königreichs der Unterwelt
  • sie jagten mit der „Wilden Jagd“, geführt von Arawn, später Gwynn ap Nudd
  • die Hunde haben rote Ohren, weiße gespenstische Körper
  • manchmal von Mallt-y-Nos (Matilda) begleitet
  • einer der Hunde, Drudwyn, fing den wilden Eber Twrch Trwyth

Garm:

  • in der nordischen Mythologie der Hund, der den Eingang zur Unterwelt bewacht, an der Seite von Hel
  • steht am Totenfluss Gjöll, wohnt in der Höhle Gnipahellir
  • die isländischen Gedichte beschreiben ihn vielfältig
  • er bewacht Loki und Fenrir, die in der Höhle Gnipahellir angekettet sind
  • er ist der vor der Höhle Gnipahellir angekettete Fenrir
  • Odin bezeichnet ihn als den „Besten aller Hunde“
  • in der Unterwelt von Nilfheim lebt ein blutverschmierter Hund
  • das größte aller Monster, kämpft an Ragnarök mit Tyr, beide sterben
  • der Mondhund Managarm oder Hati Hroduittnisson (Zerstörer des Mondes)
  • ernährt sich vom Fleisch der Toten
  • die Burg Menglod wird von mehreren Hunden bewacht, die Garm genannt werden
  • bei den Inuit Angakok, bewacht einen Abgrund auf dem Weg zur Meeresgöttin Sedna
  • in der slawischen Mythologie bewachen drei Schwestern (Zorya) einen am „Kleinen Bär“ angeketteten Hund, der den Weltuntergang einläutet

Zerberus (Kerberos):

  • mit zwei oder mehr Köpfen und einem Schlangen- bzw. Drachenschwanz
  • der Dämon der Grube bewacht den Eingang zur Unterwelt
  • metallisches Bellen, tödlicher Atem
  • aus seinem Speichel soll der Eisenhut entstammen
  • Eltern: Echidna und Typhon
  • Schwestern: Chimära, Hydra, Nemeischer Löwe, Orthos, Sphinx
  • blutrünstig, fünfzigköpfig, Kupferstimme
  • lässt sich mit Lyraspiel und Gesang besänftigen (Orpheus)
  • lässt sich mit Honigkuchen bestechen (Psyche)
  • Honig im Schlafmittel (Aeneas)
  • Aiakos, Sohn des Zeus, ersetzt den Hund; wurde nach seinem Tod als Richter der Unterwelt eingesetzt
  • bei Dante: „Ein Untier, wild und seltsam, Zerberus, / Bellt, wie ein böser Hund, aus dreien Kehlen / Jedweden an, der dort hinunter muss.“; bewacht den Eingang, rote Augen, schmutzig schwarzer Bart, dicker Bauch, scharfe Krallen; er kratzt und zerfleischt die Toten/Geister und verteilt sie

Barghest:

  • Yorkshire, bewohnt die abgelegene Schlucht „Trollers Gill“
  • dringend in York ein und lauert einsamen Reisenden auf
  • bösartig
  • Stadtgeist, Berggeist, Bärgeist (verwandelt sich manchmal in einen Bären), Biergeist (Geist der Totenbahre, Bier=Bahre)
  • Kobold, der sich in einen schwarzen Hund verwandelt

Weitere:

  • Wales: Gwyllgi, den „Hund der Finsternis“, ein fürchterlicher Mastiff mit üblem Atem und roten Augen.
  • Lancashire: weißer Geisterhund/-pferd Gytrash, oder auch Trash, Striker oder Shriker
  • Isle of Man: Mauthe Doog oder Moddey Dhoo (Schwarzer Hund in Manx), Anblick des Hundes ist tödlich
  • Insel Guernsey: zwei Hunde, Tchico (hat keinen Kopf, Phantom des früheren Gouverneurs von Guernsey, Gaultier de la Salle) und Bodu oder Tchen Bodu (Omen des Todes für den Beobachter oder einen Verwandten von ihm.
  • Andere Erscheinungen: Ortsname hinter dem Begriff bête (Tier, Bestie)
  • Jersey: Schwarzer Hund des Todes Tchico, auch Tchian d’Bouôlé (der Schwarze Hund von Bouley), Phantomhund vor einem Sturm
  • Normandie: Rongeur d’Os „Knochennager“
  • Der Teufelstrommler von Tedworth kann sich als großer schwarzer Hund zeigen
  • Hertfordshire: schauerlicher Schwarzer Hund mit rot glühenden Augen, spukt in der Mitte der Straße, wo der Galgen stand
  • Regional auch Lean Dog, Geist eines zum Tode verurteilten Rauchfangkehrers, versinkt im Boden, wenn man ihm zu Nahe kommt
  • Somerset: Gurt Dog, gutartiger Schwarzer Hund, achtete auf die auf den Quantock Hills spielenden Kinder
  • Wichester: Schwarzer Hund, im Volksglauben verwurzelt
  • in Wakefield nennt man ihn Padfoot
  • Meriden: Der Schwarze Hund von West Peak: kleiner, trauriger Hund, hinterlässt keine Spuren, gibt keinen Laut von sich, bellt lautlos, genießt menschliche Gesellschaft, bringt auf den ersten Blick Glück, auf den zweiten Pech und auf den dritten den Tod

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