Skinwalker

Legende der Navajo-Indianer (auch Hopi- und Zuni-Indianer)

  • eine Hexe, ein abtrünniger Shamane, streift sich Tier- oder Menschenhaut über
  • Die Hexe/der Shamane ergreift Besitz von anderen Menschen, um sie zu kontrollieren
  • gehen auf Menschenjagd, leben in Höhlen
  • Gestaltwandler, Werwölfe, Kannibalen
  • Yenaaldooshii: er trottet, gekleidet in lose Haut, wie ein anderer, ein Tier, auf allen Vieren
  • generell Pfotengänger
  • Ma’ii Tsoh: Kojote, großer Wolf, Hexe, Wolfsmann, Wolfsmensch
  • unnatürliche Größe, helle Iris, Wer-Tier auf zwei Beinen, kann sprechen
  • schnell, behände
Warum der Navajo Skinwalker die... - CatsAnderswelten | Facebook

Skinwalker können auch in der Gestalt vor Kurzem Verstorbener erscheinen.

Sie haben zumeist ein Verbrechen begangen, wie z.B. Inzest, Mord (in der eig. Familie) oder Kannibalismus, bevor/weshalb sie zu Skinwalker wurden. Ein erfahrener Beschwörer kann auch andere zu Skinwalkern machen. Diese werden dann als Spione oder Assassinen eingesetzt.

Der Besessene schleicht nachts durch die Gegend, steigt in offene Fenster ein, tötet und/oder verzehrt Menschen, verschleppt sie oder vergiftet sie mit einem Pulver aus den Knochen verstorbener Kinder. Dieses Pulver treibt in den Wahnsinn, beschert Unglück und bringt letzten Endes den Tod.

Skinwalker mit freiem Willen (stehen nicht unter dem Bann eines Beschwörers) schleichen nachts über Friedhöfe, plündern Gräber, vergehen sich sexuell an den Leichen frisch Verstorbener und verzehren sie.

Erscheint ein Skinwalker in Gestalt eines kürzlich verstorbenen Familienmitgliedes, dient dies in aller Regel dazu, jemanden wegzulocken, vornehmlich Kinder. Seltener dient dies dem reinen Schabernack.

Die häufigsten Erscheinungsformen sind durch einen Fluch entstanden oder als Strafe für ein Verbrechen auferlegt. Der Beschwörer kann sich auch selbst mit dem Fluch belegen.

Skinwalker und Hexen sind in der Regel das „negative“ Gegenstück zu den Shamanen und/oder Heilern. Sie betreiben schwarze Magie, Hexerei, Inzest und Mord. Sie repräsentieren Tabubruch, Chaos und Lüge. Bei den Navajo begehen sie den größtmöglichen Tabubruch durch Leichenschändung und Kannibalismus. Bei den Hopi und Sioux gibt es aber auch „gute Wolfsmenschen“. Sie gelten als Schutz- und Begleittiere. Besonders bei den Cherokee besitzt der Wolf einen hohen Stellenwert.

Die Navajo fürchten Wölfe und Kojoten generell als „Hexen in Verkleidung“. Der Kojote wird häufig als „Trickster“ bezeichnet, der dem Menschen schadet. Kojoten sind Boten des Unheils, Worte und Speichel vergiften alles in der Nähe. Sie sind zu meiden, sollen jedoch nicht getötet werden.

Grundsätzlich entsteht ein Skinwalker durch das Tragen von Menschen- oder Tierhaut. Diese ist ein mächtiges Ritual- und Zauberwerkzeug. Die Haut kann für weiße und schwarze Magie verwendet werden. Positive Transformationszauber werden oft bei Initiationen oder vor der Jagd gewirkt. Hierbei wird Wert auf die besonderen Instinkte des ausgewählten Tieres gelegt, die für die Jagd notwendig und hilfreich sind. Besonders beliebt sind neben Kojoten und Wölfen als gute Jäger die Eulen und Krähen als gute Späher sowie Füchse und Grizzlys.

Als Gruselgeschichten am Lagerfeuer dienen die Skinwalker hauptsächlich der Abschreckung. Kinder sollen nicht alleine gehen, nicht zu weit entfernt gehen, keine nächtlichen Alleingänge unternehmen usw.

Augenzeugenberichte gibt es heute nur noch von verlassenen Landstraßen oder Highways.

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